Brasilianisches Portugiesisch hat weltweit mehr Sprecher, europaeisches klingt fuer viele Anfaenger zunaechst schwerer. Aber die Entscheidung sollte nicht auf Popularitaet basieren, sondern auf dem, was man tatsaechlich damit machen will.
Wer reist oder arbeitet
Wer beruflich mit Brasilien zu tun hat, sollte brasilianisches Portugiesisch lernen. Nicht wegen des Akzents, sondern wegen der Alltagssprache und des Vokabulars. Ein europaeischer Portugiese versteht brasilianisches Portugiesisch gut, aber umgekehrt gibt es oefter Verstaendnisprobleme bei schnellem Sprechtempo.
Der Unterschied im Lernmaterial
Brasilianisches Portugiesisch hat deutlich mehr Lernressourcen auf Deutsch und Englisch. Podcasts, YouTube-Kanaele, Apps wie Duolingo: alles ist staerker auf Brasilien ausgerichtet. Das ist kein Werturteil, sondern eine Marktfrage.
Europaeisches Portugiesisch hat weniger Anfaengermaterial, aber wer es lernt, kommt in Portugal, Angola, Mosambik und anderen Laendern gut zurecht.
Was linguistisch anders ist
Europaeisches Portugiesisch verwendet das Personalpronomen tu anders als brasilianisches, wo voce auch unter Freunden dominiert. Die Grammatik ist dieselbe, aber die Anwendung im Gespraech unterscheidet sich spuerbar. Wer das nicht weiss, klingt schnell unnatuerlich.
Meine Einschaetzung nach Jahren im Sprachunterricht
Fang mit dem an, das du hoeren kannst. Wenn du taeglich brasilianische Musik oder Serien konsumierst, lerne brasilianisch. Wenn dein Umfeld europaeisch ist, lerne europaeisch. Das Ohr entscheidet mit, ob man durchhaelt.